Natalia Greger-Domagala – Geige & Leitung
Apollonia
Seit vielen Jahren begleitete mich die Vision, die Künste nicht getrennt zu denken, sondern als zusammenhängende Praxis erfahrbar zu machen – offen, sinnlich und zugänglich für Menschen jeden Alters. In einer zunehmend technisierten und beschleunigten Welt geht es mir darum, Räume für Unmittelbarkeit, Wahrnehmung und Inspiration zu schaffen: Orte, an denen Klang, Bild, Sprache und Handwerk wieder direkt erfahrbar werden.
Aus dieser Haltung heraus entstand meine Arbeit im Atelier der Sinne in Berlin-Charlottenburg. Musik, bildende Kunst und Schreiben sind für mich keine getrennten Disziplinen, sondern unterschiedliche Ausdrucksformen einer gemeinsamen Suche nach Aufmerksamkeit, Tiefe und Resonanz. Diese Verbindung prägt sowohl meinen Unterricht als auch die künstlerische Atmosphäre des Hauses.
Neben der administrativen und leitenden Funkionen unterrichte ich Geige und Kunst im Atelier der Sinne in Berlin-Charlottenburg.
Meine Arbeit als Musikerin, Lehrerin und Künstlerin ist geprägt von einer langjährigen Praxis, in der Musik, Wahrnehmung und künstlerisches Arbeiten eng miteinander verbunden sind.
Meine musikalische Ausbildung führte mich unter anderem an die Universität der Künste Berlin, wo ich Kunst studierte. Der Unterricht und die künstlerische Arbeit entwickelten sich für mich jedoch früh über institutionelle Rahmen hinaus weiter – hin zu einer offenen, praxisbezogenen Auseinandersetzung mit Klang, Körper und Wahrnehmung. Geige hab ich an der Hochschule für Musik Saar studiert.

Den Geigenunterricht im Atelier der Sinne verstehe ich nicht als reines Techniktraining, sondern als gemeinsame Annäherung an Klang, Haltung, Körpergefühl und musikalische Sprache und als einen Moment der Begegnung. Ich arbeite mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, unabhängig davon, ob sie ganz am Anfang stehen oder bereits Erfahrung mitbringen.
Neben der musikalischen Arbeit ist die bildende Kunst ein fester Bestandteil meines Alltags. Die meisten Gemälde und Aquarelle, die in der Musik- und Kunstschule Berlin | Atelier der Sinne zu sehen sind, stammen aus meinem Atelier, um den Räumen ihren ihnen eigenen, künstlerischen Touch zu verleihen.
Auch das Schreiben begleitet meine künstlerische Praxis seit vielen Jahren.
2003 erschien der Lyrikband 4 Vl von deiner Liebe für meinen Tee, 2004 der Roman Asymptoten, beide im Tenea Verlag. Sprache, Klang und Rhythmus sind für mich eng verwandt – ein Gedanke, der sich auch im Unterricht und in der Vermittlung von Musik widerspiegelt.
Aus dieser Verbindung heraus entstehen Formate wie die Atelierabende im Atelier der Sinne, bei denen Musik, Text und Raum aufeinander treffen. Dort werden unter anderem Texte aus dem Lyrikband gelesen und musikalisch gerahmt – nicht als Aufführung, sondern als geteilte Erfahrung.
Apollonia
steht für das Leuchten im Ausdruck,
für Klang, der Gefühl formen darf
und Farben, die Musik sichtbar machen.
Ruhig, wach – und verbunden.


